Pastinake: Das gesunde Winter-Wurzelgemüse
Die unterschätzte Rübe feiert ihr Comeback

Noch bevor die Kartoffel vor rund 200 Jahren hierzulande die Kochtöpfe eroberte, war die Pastinake der Star am Speisehimmel. Im antiken Rom gehörte das aromatische Wurzelgemüse sogar zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt. Populär war die weißliche Rübe nicht nur aufgrund ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer einfachen sowie robusten Eigenschaften bei Anbau und Lagerung. Nach Jahren abseits des kulinarischen Rampenlichts haben nun selbst Sterneköche die Vorzüge dieses Gemüses wiedererkannt. Grund genug, die Pastinake einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Winter auf Hochtouren

Pastinake

In den kalten Jahreszeiten ist die Erntesaison für viele regionale Obst- und Gemüsesorten meist schon vorbei. Anders bei der Pastinake. Zwischen Oktober und März blüht das Rübengewächs wortwörtlich auf. Durch Bodenfrost verfeinert sich der nussige, leicht süßliche Geschmack der Wurzel sogar und wird noch milder.

Lagern Sie Pastinaken trocken und unter 2 Grad Celsius, sind sie problemlos mehrere Monate haltbar.

Außen unscheinbar – innen voller Energie

Nicht nur die Vorteile von Anbau und Lagerung überzeugen, auch der gesunde Nährstoffgehalt der Knolle kann sich sehen lassen. Der hohe Anteil an Kohlenhydraten (12 g auf 100 g Rohkost) macht lange satt. Im direkten Vergleich zu beispielsweise Karotten verfügen Pastinaken über mehr Vitamin C, welches das Immunsystem in seiner normalen Funktion unterstützt. Darüber hinaus stecken in den kegelförmigen Wurzeln Folsäure, Vitamin E, Kalzium sowie der Mineralstoff Kalium, welcher unentbehrlich für Muskeln und Nerven ist.

Gut zu wissen: Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, dann ist die Pastinake immer eine gute Zutat bei Ihren Gerichten. Das Gemüse ist so schonend, das es auch bei Babynahrung z. B. in Breiform zum Einsatz kommt.

Pastinake vs. Petersilienwurzel

Pastinake

Achtung Verwechslungsgefahr! Die Pastinake hat mit der Petersilienwurzel tatsächlich einen Wurzelzwilling neben sich in der Gemüsetheke. Optisch unterscheiden sich die beiden nur in der Größe und Dicke. Petersilienwurzeln sind im Durchschnitt kürzer (bis zu 20 cm Länge) und haben ein dünneres Kopfteil als Pastinaken vorzuweisen. Sollten Sie jedoch aus Versehen einmal zur Petersilienwurzel gegriffen haben, ist das kein Problem. Im Geschmack und der Zubereitung sind sich beide Sorten sehr ähnlich.

Rezeptideen mit Pastinake

Ein weiterer Pluspunkt des Wintergemüses ist seine Vielseitigkeit. So schmeckt die Pastinake roh, gekocht, gebacken, als Püree oder als Suppe. Ein deftiger Linseneintopf oder gedämpftes Wurzelgemüse mit Tahin-Dressing lässt sich durch das würzige Aroma der Pastinake zusätzlich verfeinern. Köstlich!

Pastinake

Probieren Sie auch einmal etwas ganz Besonderes aus: Dinkelbrot mit Pastinaken und Champignons aus dem Brotbackautomaten. Egal ob pur oder mit etwas Butter bestrichen: ein wahrer Genuss.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Schlemmen!

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